Aktuelles
Sehen wir uns morgen, am 03. März, auf dem Naschmarkt?
24. Febr. 2026
Die nachfolgenden Antworten zu den benannten Themen entstammen den "Kandidierendenduellen der Friedrich-Ebert-Schule Pfungstadt" anlässlich der Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Pfungstadt am 15. März 2026. Auf unserer Webseite geben wir nur die Antworten unseres Kandidaten, Herrn Dr. Reinhard Kramer, wider. Die Antworten der Mitbewerber der anderen Parteien zu den gleichen Fragen finden Sie sicherlich auf deren Webseiten.
01. Ordnung und Sauberkeit
Setzen Sie bei Sauberkeit und Ordnung in Pfungstadt weiter auf den Abbau von Containern und Rückzug öffentlicher Angebote oder brauchen wir mehr Präsenz, Kontrolle und konkrete Maßnahmen im öffentlichen Raum?
Der Abbau von Containern ist letztendlich eine Einschränkung von Dienstleistungen an den Bürgern, die sich in der Mehrzahl an die Regeln halten. Wir wollen ausreichend Müllcontainer vorhalten, die aber mit neuen Techniken (KI-Kameras) punktuell stärker überwacht werden. Altkleidercontainer sollen bevorzugt an belebten Plätzen wie Supermarkt-Parkplätze oder öffentlichen Parkplätzen positioniert werden. Die bestehenden Müllsammelaktionen sollen von der Stadt gefördert und finanziell unterstützt werden.
02. Sicherheit
Wie soll die Stadt mit Orten umgehen, an denen sich Menschen heute unsicher fühlen und welche Lösungen schlagen Sie vor?
Gefühlte Bedrohung schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Besonders Frauen fühlen sich dadurch verunsichert. Wir wollen mit Sicherheitskonzepten, wie Beleuchtung an kritischen Orten, entgegenwirken. Bei örtlichen Veranstaltungen können Präsenzzeiten der Ordnungskräfte erhöht werden. An kritischen Stellen, wie dem Bahnhof in Pfungstadt setzen wir uns als UBP auch für eine Kameraüberwachung ein. Selbst organisierte Angebote wie „Elterntaxi“, „SichereWegeKarte“ und verifizierte Mitfahrgelegenheiten sollten mittels Apps gefördert werden.
03. Jugendförderung
Welche politischen Maßnahmen wollen Sie ergreifen, damit die Kinder- und Jugendförderung in Pfungstadt nachhaltig gestärkt wird und verlässliche Angebote für Familien, Kinder, Jungen und Mädchen bestehen bleiben oder weiterentwickelt werden?
Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft und sollen daher im besonderen Maße durch uns gefördert werden. Dabei setzen wir auf eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren in Pfungstadt wie den Sportvereinen, den Kirchen oder der Feuerwehr. Diese leisten einen Großteil der Arbeit durch ehrenamtliches Engagement wir möchten sie an dieser Stelle mit Geld und Räumen unterstützen. Auch gelegentliche ehrenamtliche Arbeit soll ermöglicht und gefördert werden. Angebote wie kostenlose Hausaufgabenbetreuung und Streetworker sollten neu angeboten bzw. erweitert werden.
04. Sozialer Wohnungsbau
Wie erklären Sie diese Entwicklung vor Ort, welche politische Verantwortung trägt Ihre Partei – und welche konkreten Schritte wollen Sie unternehmen, um den Bestand an Sozialwohnungen deutlich zu erhöhen?
Die Wohnungsnot in Deutschland ist eines der größten Nöte der Bürger. Auf dem Brauereigelände werden über 200 neue, sozial geförderte Wohnungen entstehen. Pfungstadt leistet schon einen erheblichen Beitrag, weil wir kreisweit schon mit Abstand die meisten Sozialwohnungen haben. Uns fehlen bezahlbare Wohnungen für die normal verdienenden Pfungstädter, da Bauen ist sehr teuer geworden ist. Hier können wir gegensteuern, indem wir Bauland mit der Verpflichtung zum sozial gemischten Wohnen bereitstellen.
05. Kindergärten
Wie konnte es dazu kommen und welche konkreten, verbindlichen Maßnahmen werden Sie umsetzen, um Kosten, Betreuungsqualität und die Bedingungen in den Kitas deutlich zu verbessern?
: Pfungstadt hat erfreulicherweise eine ausreichende Anzahl an wohnortnahen Betreuungsplätzen. Wir streben eine verlässliche Kinderbetreuung auch in den Randzeiten an, damit die Eltern ihren Alltag besser und stressfreier organisieren können. Durch eine bessere Planung der räumlichen Kapazitäten möchten wir das zur verbesserten Betreuung notwendige Geld einsparen. Die Kindergartenbeiträge sind so zu gestalten, dass kein Kind wegen des fehlenden Geldes der Eltern zuhause bleiben muss. Dafür ist die frühkindliche Bildung viel zu wichtig!
06. Verkehr
Welche Ideen haben Sie, um die Situation auf der Hauptstraße zu verbessern, sodass weder die Geschäfte und der Lieferverkehr noch die Anwohner oder der allgemeine Verkehrsfluss zu stark beeinträchtigt werden? Bevorzugen Sie die Lösung durch eine Fußgängerzone, eine Einbahnstraße oder doch die aktuelle Lage?
Für die Eberstädter Straße befürworten wir Tempo 30 und ein verbessertes Parkraumkonzept, aber keine Verkehrsberuhigung oder Einbahnstraßenverkehr, da dies die Rettungsdienste (Feuerwehr und Rettungswagen) behindert und eine reduzierte Kundenfrequenz in der Innenstadt zur Folge hätte. Wir sehen die Eberstädter Straße nicht isoliert, sondern als ein Bestandteil bei Umgestaltung der Innenstadt. Der Bereich zwischen dem Historischen Rathaus und der ev. Kirche soll mittelfristig neu gestaltet werden, überlegenswert ist die Freilegung der Modau.
07. Kultur
Welchen Stellenwert soll Kultur im städtischen Haushalt haben – besonders im Vergleich zu Pflichtaufgaben wie Kitas, Schulen oder Infrastruktur und an welchen Kulturangeboten sollte der Ansicht Ihrer Partei nach gespart und an welchen sollte festgehalten werden?
Die UBP bekennt sich zu den kulturellen Angeboten, weil sie eine Stadt lebenswert machen! Kultur ist die Möglichkeit, Leute zusammen zu bringen, zu bilden, Erlebnisse zu schaffen. Wir möchten zusätzlich neue Angebote schaffen und erweitern, wie Kochtreff, Lesetreff, Spieletreff. Mit einem Mix aus den verschiedensten Angeboten, möchten wir als UBP ein lebenswertes Miteinander zu ermöglichen. Natürlich sollte die Effizienz der Kulturförderung geprüft werden, aber nicht mit dem Ziel das Angebot zu reduzieren, sondern kosteneffizient zu gestalten.
08. Klimawandel/ Energieeffizienz
Welche konkreten Maßnahmen sollte Pfungstadt in den nächsten fünf Jahren ergreifen, um einen Beitrag zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel zu leisten – und welche davon hat für Sie oberste Priorität?
Pfungstadt muss mit gutem Beispiel voran gehen! Städtische Gebäude sollten mit Solaranlagen ausgerüstet werden, gegebenenfalls durch Vermietung an Privatleute, die die Anlagen dann bauen. Der private Erfahrungsaustausch soll unterstützen werden, um Vorbehalte gegen regenerative Energien abzubauen. Die E-Mobilität soll mittels wohnortnahen Ladestationen gefördert werden. Dienst-PKW sollen nur noch als E-Fahrzeuge beschafft werden. Beim Pfungstädter Wald ist die Umwandlung von Nutzwald in einen naturnahen Wald zu prüfen.
09. ÖPNV
Was planen Sie, um die Mobilität rund um Pfungstadt zu verbessern und den öffentlichen Nahverkehr samt Fahrradwegen etc. auszubauen?
Wir wollen ein Fahrradwege-Konzept vorantreiben, welches die komplette Stadt umfasst mit sicheren Radwegen auf getrennten Fahrstreifen. Im Außenbereich benötigen wir von den Straßen baulich getrennte Radwege, die die Stadt umschließen, um die Sicherheit zu erhöhen. Beim ÖPNV wollen wir Einfluss auf die Buslinien und Fahrplangestaltung des RMV nehmen. In den Stadtteilen Hahn und Eschollbrücken kann die UBP damit einen Erfolg mit der Einführung der Linie DG im Jahr 2025 vorweisen. Außerdem sollen Anrufsammeltaxis die Mobilität während der Randzeiten icherstellen.
10. Schwimmbad
Wie haben Sie vor, das Schwimmbad zu nutzen, damit es sich größtenteils von selbst trägt und die Stadt Pfungstadt nicht noch mehr finanziell belastet?
: Der Bau des Schwimmbads war ein stetiges Ziel der UBP. Darauf sind wir stolz, damit es wieder mehr Schwimmkurse und weniger Unfälle durch Ertrinken gibt. Das Schwimmbad hat auch als Sport und Begegnungsstätte einen positiven Einfluss auf das Stadtleben. Die Finanzierung soll durch das Schulschwimmen der Kreisgemeinden, die Eintrittsgelder für die Sauna und eine attraktive Gastronomie unterstützt werden. Langfristig steigert Pfungstadt seine Attraktivität, wodurch Neuansiedlungen von Bürgern und Gewerbe unterstützt wird.
11. Haushalt
Pfungstadt ist verschuldet: Wo würden Sie konkret kürzen, wenn der Haushalt keinen Spielraum mehr lässt, und welche Investitionen halten Sie trotz Schulden für unverzichtbar?
Der Haushalt ist eines der Kernthemen der UBP. Wir müssen die Personalkosten in den Verwaltungstätigen durch den Einsatz moderner IT reduzieren und die freiwerdenden Kapazitäten in die freiwilligen Leistungen, wie Jugendarbeit umlenken. Wir dürfen gerne unsere Einnahmen erhöhen, in dem wir neue Firmen und deren Mitarbeiter bei uns ansiedeln. Auf der Aufgabenseite spielt Effizienz eine zentrale Rolle. Beispielsweise hat uns der ungesteuerte Bau von Kitas Millionen gekostet. „Einfach“ die Grundsteuer zu erhöhen ist für uns keine Lösung bei Haushaltsproblemen.
12. Gewerbeansiedlung
Welche zwei oder drei Bedingungen wären für Sie bei jeder Gewerbeansiedlung nicht verhandelbar und welche Angebote könnten Sie für zukünftige Gewerbetreibende anbieten?
: Die UBP setzt sich für eine umweltverträgliche Gewerbeansiedlung ein, die qualifizierte Arbeitsplätze schafft, sparsam mit Flächen umgeht und langfristig stabile Gewerbeerträge sichert. Ziel ist eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, die ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stärke miteinander verbindet.
Für Unternehmen sind verlässliche Rahmenbedingungen, eine leistungsfähige Infrastruktur und ein attraktives Umfeld entscheidende Standortfaktoren. Wir setzen auf Qualität: Gute Wohnangebote, ein vielfältiges kulturelles Leben und eine moderne Infrastruktur.