Kommunalwahl: So nutzen Sie Ihre 37 Stimmen optimal
Bei der Kommunalwahl wählen Sie keine anonymen Parteilisten, sondern Menschen.
Sie entscheiden, wer für Sie in der Stadtverordnetenversammlung (Stadtparlament) sitzen soll – zum Beispiel die Kandidatinnen und Kandidaten der UBP (Unabhängige Bürger Pfungstadt).
Wie wählt man richtig?
In Pfungstadt haben Sie bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung genau 37 Stimmen. Das entspricht exakt der Anzahl der Sitze im Parlament.
Sie haben nun folgende Möglichkeiten, Ihre 37 Stimmen zu nutzen:
Die persönliche Auswahl: Panaschieren & Kumulieren
Sie können Ihre Stimmen einzeln an Personen vergeben, von denen Sie überzeugt sind – auch wenn diese auf unterschiedlichen Listen stehen.
- Häufeln (Kumulieren): Sie können einer Person bis zu 3 Stimmen geben, um sie besonders zu unterstützen.
- Mischen (Panaschieren): Sie verteilen Ihre 37 Stimmen quer über eine oder verschiedene Listen an Ihre Favoriten.
- Wichtig: Sie dürfen insgesamt nicht mehr als 37 Stimmen vergeben. Weniger ist erlaubt, aber dann verschenken Sie Ihre Stimmern.
Die einfache Lösung: Das Listenkreuz
Wenn Sie einer Gruppierung (wie der UBP) pauschal vertrauen, setzen Sie einfach ein Kreuz ganz oben beim Listennamen.
- Ihre 37 Stimmen werden von den Auszählern von oben links nach unten rechts an die Kandidaten dieser Liste verteilt.
- Hat eine Liste weniger als 37 Bewerber, erhält jeder nacheinander eine Stimme, dann eine zweite und so weiter, bis alle Stimmen verbraucht sind oder jeder Kandidat das Maximum von 3 Stimmen erreicht hat.
Der Profi-Tipp: Die Kombination
Sie können beides tun! Geben Sie Ihren absoluten Favoriten gezielt 3 Stimmen (Kandidatenkreuze). Setzen Sie zusätzlich ein Listenkreuz bei Ihrer bevorzugten Partei.
Der Effekt: Ihre "Favoriten-Stimmen" werden zuerst gezählt. Alle restlichen Stimmen (bis zur 37) werden dann automatisch an die restlichen Personen auf Ihrer gewählten Liste verteilt.
Was ist, wenn ich jemanden gar nicht wählen will?
Auch das ist einfach: Wenn Sie ein Listenkreuz machen, Ihnen aber eine bestimmte Person darauf nicht zusagt, streichen Sie diesen Namen einfach durch. Diese Person wird bei der Stimmenverteilung dann einfach übersprungen.
Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten – es ist die direkteste Form der Mitbestimmung!
Wählen der Ortsbeiräte von Eschollbrücken und Hahn
Die oben beschriebene Vorgehensweise wird auch für die Wahlen der Ortsbeiräte Hahn und Eschollbrücken angewandt. Einziger Unterschied ist, dass in den jeweiligen Stadtteilen nur maximal 9 Stimmen von einem Wahlberechtigten des Ortsteils vergeben werden können.
Begriffe kurz erklärt
- Stadtverordnetenversammlung: Das "Parlament" der Stadt Pfungstadt. Hier werden Entscheidungen getroffen, die Pfungstadt direkt betreffen (z. B. Spielplätze, Straßenbau oder Haushalt).
- Kumulieren: Aus dem Lateinischen für "anhäufen". Man gibt einer Person mehrere Stimmen (maximal drei), damit sie in der Liste nach vorne rutscht.
- Panaschieren: Französisch für "mischen". Man verteilt seine Stimmen auf Kandidaten aus verschiedenen Wahllisten.
- Liste/Wahlvorschlag: Die Aufstellung von Personen, die eine Partei oder Wählergemeinschaft - in unserem Fall die UBP - für die Wahl nominiert hat.